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	<title>Jacqueline Badrans Blog</title>
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	<description>Jacquelines Blog über Politik und Pinguine</description>
	<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 13:58:38 +0000</pubDate>
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		<title>Ist der EU-Beitritt f&#252;r die SP wirklich so zwingend?</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 13:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Debatte zum Parteiprogramm (2)
Solange die EU so undemokratisch, zentralistisch-b&#252;rokratisch, neoliberal und unsozial ist, sollte der bilaterale Weg bevorzugt werden.

Eines vorweg: ich bin &#228;usserst dankbar, dass ich zur ersten Generation geh&#246;ren darf, die sich einen Krieg zwischen den Nationen Europas schlicht nicht mehr vorstellen kann. Ich anerkenne zutiefst die immensen Leistungen f&#252;r den innereurop&#228;ischen Frieden durch [...]]]></description>
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<p>Debatte zum Parteiprogramm (2)</p>
<p><strong>Solange die EU so undemokratisch, zentralistisch-b&#252;rokratisch, neoliberal und unsozial ist, sollte der bilaterale Weg bevorzugt werden.<br />
</strong><br />
Eines vorweg: ich bin &#228;usserst dankbar, dass ich zur ersten Generation geh&#246;ren darf, die sich einen Krieg zwischen den Nationen Europas schlicht nicht mehr vorstellen kann. Ich anerkenne zutiefst die immensen Leistungen f&#252;r den innereurop&#228;ischen Frieden durch die Staatengemeinschaft Europas. Und trotzdem bin und bleibe ich eine EU-Skeptikerin. Zu undemokratisch, zu zentralistisch-b&#252;rokratisch und zu neoliberal-unsozial ist die EU. </p>
<p><strong>Undemokratisch</strong><br />
Undemokratisch ist sie weil die wichtigen Entscheide einerseits von wenigen Staatschefs (Europ&#228;ischer Rat) gef&#228;llt werden andererseits von der nicht vom Volk gew&#228;hlten Kommission. Die EU hat oligarchische Wesensmerkmale, deren &#220;berwindung wenn &#252;berhaupt in weiter Ferne liegt. </p>
<p><strong>Zentralistisch-b&#252;rokratisch</strong><br />
Zentralistisch-b&#252;rokratisch ist sie weil der Europ&#228;ischen Kommission unglaublich viel Macht zukommt. Fast schon reissbrettartig wird Europa von Br&#252;ssel aus designt. Beispielsweise Portugal wird als Tourismus-Zone bestimmt, weshalb die Agrarland-Eigent&#252;merinnen Still-Legungs-Beitr&#228;ge erhalten und deshalb den Bauern die Pacht gek&#252;ndigt wird, die wiederum arbeitslos werden. Denn Spanien und Holland sind als Nahrungsmittelproduzenten auserw&#228;hlt. Absurde Beispiele gibt es zu Hauf. Ein junges Beispiel grotesker Regulierung ist das EU-Saatgutverkehrsgesetz, das die Zulassung von Erhaltungs-Sorten von z.B. Kartoffelsaatgut an den Ursprung in einem Nationalstaat kn&#252;pft. Wie wenn Kulturpflanzen je an den Landesgrenzen halt gemacht h&#228;tten. Das Bundesamt f&#252;r Landwirtschaft im EDI wollte in «autonomen Nachvollzug» diese Regelungen auf Verordnungsstufe kopieren. Das h&#228;tte dazu gef&#252;hrt, dass hunderte Sorten von Tomaten, Zucchini und Peperoni nicht mehr h&#228;tten verkauft werden k&#246;nnen, da der Nachweis beim Kriterium «Ursprung Schweiz» nicht h&#228;tte erbracht werden k&#246;nnen. Eine Katastrophe f&#252;r die Biodiversit&#228;t. Diesen Unsinn konnte zum Gl&#252;ck verhindert werden, dank eines riesen Einsatzes von «ProSpecieRara», dessen Gem&#252;seangebot um circa 40% der Sorten gesunken w&#228;re. Ein sch&#246;nes Beispiel daf&#252;r, dass wir nicht jeden Bl&#246;dsinn nachvollziehen, sondern nur das was einigermassen sinnvoll ist. </p>
<p><strong>Neoliberal und unsozial</strong><br />
Neoliberal und unsozial ist die EU aus mehreren Gr&#252;nden. Letztendlich ist die EU ein Binnenmarkt und EU-Recht haupts&#228;chlich Wirtschaftsrecht, das einen relativ z&#252;gellosen Wettbewerb ordnet. Die Folge ist eine deutliche Deregulierungs- und Privatisierungswelle ausgerechnet von Grossinfrastrukturen der Versorgung mit Post, Transport, Telekommunikations- und Energiedienstleistungen. Der freie Kapital- Dienstleistungs-, Personen- und Warenverkehr steht letztendlich im Dienste der Kapitalverwertungslogik, die eine maximale Rendite hervorbringen soll. Dazu sollen nach dem Effizenz-Gebot die Ressourcen frei allozierbar sein. Nehmen wir als Beispiel das von uns so sehr gelobte «Cassis de Dijon Prinzip», wonach «gleichartige Produkte» durch nationale Vorschriften nicht mengenm&#228;ssig beschr&#228;nkt werden d&#252;rfen. Die EU definiert jedoch ein «gleichartiges Produkt» nur nach seinen Produkteigenschaften. Wie ein Produkt hergestellt wurde, zum Beispiel unter sozial- und umweltvertr&#228;glichen Bedingungen MUSS ausser Acht gelassen werden. Ein Land darf also kein Importverbot verh&#228;ngen f&#252;r Kleider, die mit umweltsch&#228;dlichen Verfahren gef&#228;rbt wurden oder unter menschenunw&#252;rdigen Bedingungen hergestellt wurden. Der Mensch hat dabei nicht die Rolle des m&#252;ndigen Stimmb&#252;rgers, der politisch etwas regeln kann, sondern die Rolle des reinen Konsumenten, der ein «b&#246;ses Produkt» halt nicht kaufen soll. Auch der Ausgleich zwischen den Nationen dient allein einer Stabilisierung der Wirtschaft, der Schaffung neuer Absatzm&#228;rkte und entspringt nicht einer sozialen Motivation. Besonders stossend und unsozial ist jedoch das Bollwerk Europa, das einerseits die Migration drastisch beschr&#228;nkt und andererseits mit EU-Exportsubventionen auf Agrarprodukten geradezu die Migrationsgr&#252;nde selbst schafft. F&#252;r Afrikaner beispielsweise ist es billiger importierten Fisch aus der EU zu kaufen als den einheimischen Fisch. So ruiniert man schlicht die Dritte Welt und s&#228;mtliche Bem&#252;hungen der Entwicklungszusammenarbeit. (Die Exportsubventionen w&#252;rde man &#252;brigens besser in Direktzahlungen stecken). Da will man doch nicht beitreten - schliesslich ist es ein sozialdemokratisches Gebot den sozialen Ausgleich auf der Welt zu schaffen und nicht das Gegenteil. </p>
<p><strong>Kein Sozialdemokratisches Projekt</strong><br />
Es ist wohl allen klar, dass die EU kein Sozialdemokratisches Projekt ist. Nah ist uns einzig der Ursprung der Europ&#228;ischen Integration als Friedensprojekt und der Versuch der &#220;berwindung des Nationalstaats. Aber genau von letzterem ist die heutige EU weiter weg denn je. Wir beobachten in vielen L&#228;ndern den Aufstieg Nationalkonservativer Parteien und dar&#252;ber hinaus massive und aggressive Sezessionsbem&#252;hungen wie j&#252;ngst in Belgien. </p>
<p><strong>Drinn oder Draussen?</strong><br />
Nun stellt sich die Frage: Wollen wir als Sozialdemokraten wirklich zu so einem Gebilde dazugeh&#246;ren? K&#246;nnen wir im Rahmen der EU eine Wirtschaftsdemokratie verwirklichen? Im neuen SP-Parteiprogramm wird das klar mit Ja beantwortet (umgehend begleitet von diversen flankierenden Massnahmen). Die Begr&#252;ndung dabei ist, dass wir als einer von 28 Vollmitgliedern mehr Einfluss haben auf die Entwicklung der EU und uns nicht mit dem autonomen Nachvollzug begn&#252;gen m&#252;ssen. Die Schl&#252;sselfrage ist also, wo wir mehr Souver&#228;nit&#228;t gewinnen, wo wir mehr mitbestimmen k&#246;nnen (was ja auch nicht gerade positiv motiviert ist). F&#252;r mich ist die Antwort klar: Als Nichtmitglied werden wir besser geh&#246;rt; dieser kleine weisse Fleck auf der europ&#228;ischen Landkarte, die halb-direktdemokratische Willensnation Schweiz, irritiert. Es wird hingeh&#246;rt, warum die Schweiz nicht EU-Mitglied werden will. Dazu m&#252;ssen wir eine sozialdemokratische Begr&#252;ndung formulieren und dieses Feld nicht den Nationalkonservativen &#252;berlassen oder denen, die nur auf den wirtschaftlichen Vor- oder Nachteil schielen. </p>
<p>Das deutsche Bundesverfassungsgericht hatte im Jahre 1974 einen bahnbrechenden Entscheid gef&#228;llt – der als «Solange 1» in die Geschichte einging. Darin hielt das h&#246;chste deutsche Gericht fest, dass <em>«Solange der Intergrationsprozess der Gemeinschaft nicht so weit fortgeschritten ist, dass das Gemeinschaftsrecht auch einen von einem Parlament beschlossenen und in Geltung stehenden formulierten Katalog von Grundrechten erh&#228;lt, der dem Grundrechtskatalog des Grundgesetzes ad&#228;quat ist,</em> (-)» beh&#228;lt sich das Bundesverfassungsgericht vor, sich nicht dem Europ&#228;ischen Gerichtshof zu unterstellen. Die Wirkung war m&#228;chtig und hatte zur Folge, dass der Europ&#228;ische Gerichtshof die Weiterentwicklung der Grundrechtskataloge und deren Auslegung massiv vorantrieb.</p>
<p><strong>Solange&#8230;</strong><br />
So formuliere ich scheu eine andere SP-Position der EU gegen&#252;ber: <em>Langfristig steht die SP einer EU-Vollmitgliedschaft positiv gegen&#252;ber. Solange jedoch die EU so undemokratisch, unsozial und zentralistisch-b&#252;rokratisch ist, beh&#228;lt sich die SP in den Beziehungen zur EU den bilateralen Weg vor.<br />
</em></p>
<p>Bitte sehr: Zur Diskussion. </p>

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		<item>
		<title>Neues SP-Parteiprogramm: Nicht ohne Bodenpolitik</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2010/06/28/neues-sp-parteiprogramm-nicht-ohne-bodenpolitik/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:23:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Gier &amp; Gerechtigkeit]]></category>

		<category><![CDATA[Immobilienpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Medienmitteilungen]]></category>

		<category><![CDATA[über diese Wahlen]]></category>

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Debatte zum SP-Parteiprogramm (1)
Bodenpolitik als Schl&#252;ssel-Element der Wirtschaftsdemokratie
Als Fremde im 17. Jahrhundert nach Z&#252;rich kamen, wurde ihnen ein illustrierter Prospekt von der Verkehrszentrale in die Hand gedr&#252;ckt mit einem Unterkunftsverzeichnis sowie Bildern und Spr&#252;chen von Z&#252;rich. Einer dieser Spr&#252;che lautete: «Wen Gott in der Eidgenossenschaft wol will, dem gibt Er ein Haus zu Z&#252;rich».
Wie zeitgem&#228;ss [...]]]></description>
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<p>Debatte zum SP-Parteiprogramm (1)</p>
<p><strong>Bodenpolitik als Schl&#252;ssel-Element der Wirtschaftsdemokratie</strong></p>
<p>Als Fremde im 17. Jahrhundert nach Z&#252;rich kamen, wurde ihnen ein illustrierter Prospekt von der Verkehrszentrale in die Hand gedr&#252;ckt mit einem Unterkunftsverzeichnis sowie Bildern und Spr&#252;chen von Z&#252;rich. Einer dieser Spr&#252;che lautete: «Wen Gott in der Eidgenossenschaft wol will, dem gibt Er ein Haus zu Z&#252;rich».<br />
Wie zeitgem&#228;ss dieser Spruch noch nach Jahrhunderten ist, h&#228;tte den Verfasser wohl erstaunt, der vermutlich allein die Sch&#246;nheit von Z&#252;rich dachte und nicht an den Ertragswert, also die Tatsache, dass man ohne einen Finger zu r&#252;hren Gewinne erzielt &#252;ber die laufenden Miet-Ertr&#228;ge und einen allf&#228;lligen Verkauf. </p>
<p>Allein in der Stadt Z&#252;rich werden Grundst&#252;ckgewinne von j&#228;hrlich einer halben Milliarde erzielt. Diese Gewinne m&#252;ssen verzinst werden; entweder von den Mietern dieser Immobilien oder beim selbstbewohnten Eigentum von den K&#228;ufern. Die Buchgewinne (also noch nicht realisierte Gewinne) d&#252;rften bei den Immobilienpreissteigerungen von real &#252;ber 25% in den letzten 10 Jahren gigantisch sein. Entsprechend steigen schweizweit die Hypothekarvolumen um j&#228;hrlich rund 5% und erreichten die 700 Milliarden-Marke. Der Krieg um die Bodenrente (der Gewinn auf dem Boden) tobt. Immer mehr indirekte Immobilienanlage-Vehikel, b&#246;rsenkotierte Immobiliengesellschaften und institutionelle Anleger balgen sich um den raren Boden. Der Boden wird – wie an dieser Stelle schon mehrfach ausgef&#252;hrt – immer mehr zur reinen Handelsware, zum &#246;konomischen Gut mit hoher Rendite bei gleichzeitig geringem Risiko. </p>
<p><strong>Als volkswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch wichtigster Faktor ist eine Bodenpolitik im Rahmen der Wirtschaftsdemokratie priorit&#228;r.</strong></p>
<p>Dass Boden- und Immobilien aus dem Radar der Politik gefallen ist, zeigt unter anderem, dass die Bodenpolitik im Rahmen des neuen Entwurfs des SP-Parteiprogramms keine Erw&#228;hnung findet. Dies ist umso erstaunlicher, als sie in allen &#228;lteren Programmen durchaus ein eigenes Kapitel wert war.Gerade in Bezug auf die postulierte Wirtschaftsdemokratie muss die Bodenpolitik (als volkswirtschaftlich gr&#246;sster Faktor) eine Schl&#252;sselrolle einnehmen. In der Vergangenheit und in der sozialdemokratischen Tradition – wie im roten Z&#252;rich – spielten die Baugenossenschaften denn auch eine zentrale Rolle in der Armutsbek&#228;mpfung und der gesellschaftlichen Entwicklung. Auch das gerade in der Schweiz tief verwurzelte Bewusstsein, dass Bodeneigentum ein Machtfaktor ersten Ranges ist, scheint vergessen. Trotz der Jahrhunderte alten Tradition der Allmende und B&#252;rgergemeinde – also den gemeinschaftliche Nutzung des Bodens – in der Schweiz und der Abwesenheit von Grossgrundbesitz. </p>
<p><strong>Bodenpolitik hat Tradition und kommt in alten Parteiprogrammen immer vor</strong></p>
<p>Den obigen Spruch aus dem 17. Jahrhundert habe ich nicht etwa aus dem Stadtarchiv, sondern aus einem Heft «Kampf gegen die Bodenspekulation», herausgegeben von der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, 1956. Im Parteiprogramm resp. Arbeitsprogramm von 1924 steht unter Kapitel «VIII Sozialpolitik, Arbeiterschutz» als erste Forderung: <em>&#8220;Eidgen&#246;ssisches Wohnungsgesetz. Erhaltung und Vermehrung des staatlichen und kommunalen Grundbesitzes. Erstellung billiger Wohnungen durch Staat, Gemeinden und Genossenschaften.&#8221;</em> In der Folge setzte das rote Z&#252;rich in den 30er-Jahren bis zu 30 % des Gesamtbudgets f&#252;r Land- und Immobilienk&#228;ufe ein. </p>
<p>Das wesentlich zahmere Parteiprogramm von 1959 widmet das Kapitel 7 allein der Bodenpolitik wie folgt: <em>&#8220;Die rationelle Verwendung des Bodens- macht eine Orts- und Regional- und Landesplanung notwendig. Diese Planung bedingt eine Einschr&#228;nkung des Eigentumsrechtes. Da der Boden unvermehrbar ist, hat der Landeigent&#252;mer (-) eine privilegierte, oft monopolartige Stellung, die ihm eine unverdiente Rente gew&#228;hrt. Der st&#228;ndigen Preissteigerung des Bodens, die durch Spekulation noch versch&#228;rft wird, ist durch geeignete Massnahmen entgegenzutreten. Vor allem m&#252;ssen Staat und Gemeinden durch vorsorglichen Kauf von Land f&#252;r Siedlungszwecke der Verteuerung des Baulandes und damit auch der Wohnungsmieten entgegenwirken. (-). Der Wertzuwachs des Bodens sowie die Gewinne aus dem Grundst&#252;ckhandel sind scharf zu besteuern.&#8221;</em><br />
Unter dem Kapitel Recht und Staat wird ferner erw&#228;hnt: <em>&#8220;Das Privateigentum an Grund und Boden ist soweit einzuschr&#228;nken, dass eine neue Bodenpolitik verwirklicht werden kann.&#8221;</em></p>
<p>Dem ist eigentlich nur noch das beizuf&#252;gen, was im Rahmen der Globalisierung und des freien Kapitalverkehrs an Problemen hinzugekommen sind. </p>
<p>Die gemeinschaftliche und gemeinn&#252;tzige Bestimmung &#252;ber den Boden MUSS im Rahmen der Wirtschaftsdemokratie ein zentrales sozialdemokratisches und gewerkschaftliches Postulat sein. Deshalb hier <strong>meine Erg&#228;nzung des Parteiprogramms</strong>, die ungef&#228;hr so lauten k&#246;nnte: </p>
<p><em>Boden ist ein essentielles Gut, das zudem nicht vermehrt werden kann. Die Kosten f&#252;r das Wohnen - als gr&#246;sster Posten im Haushaltsbudget - bestimmen im Kern &#252;ber unsere Freiheit das wo und wie wir leben, selbst zu bestimmen. Die Bestimmung &#252;ber den Boden und die Nutzung des Bodens muss demnach gemeinschaftlich und gemeinn&#252;tzig organisiert sein. Die SP fordert deshalb langfristig, dass mindestens 50% des bebauten und des neuen Baulandes (abz&#252;glich selbstgenutztes Wohn- und Gewerbeeigentum) im Eigentum der &#246;ffentlichen Hand und nicht gewinnorientierten Baugenossenschaften und Stiftungen liegt. Alle Mieten sind nach dem Prinzip der Kostenmiete zu erheben. Boden und Immobilien sind vor dem spekulativen globalisierten Kapital zu sch&#252;tzen. Die Immobilien sind deshalb umgehend dem Geldw&#228;schereigesetz zu unterstellen und die Lex Koller ist zu erhalten und zu versch&#228;rfen. Immobilien-Anlageinstrumente sowie Immobilienderivate sind zu verbieten. Boden- und Immobilien sind von den st&#228;ndigen Preissteigerungen zu sch&#252;tzen: Deshalb haben die Anlagevorschriften f&#252;r Pensionskassen, Immobiliengesellschaften und der &#246;ffentlichen Hand dem Anlagewert zu entsprechen und nicht dem Verkehrswert. Die Bodenrente ist zu sozialisieren: Boden- und Immobilientransaktionen haben deshalb hoch besteuert zu werden. Erhebliche Vorteile durch die (Raum-)Planung sollen gr&#246;sstenteils abgesch&#246;pft werden. </em></p>
<p>Bitte sehr: Zur Diskussion. </p>
<p>zum SP Parteiprogramm:<br />
http://www.sp-ps.ch/index.php?id=715</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Mached us em Staat Gurk&#228;salat - vor 30 Jahren am Opernhauskravall</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2010/05/30/mached-us-em-staat-gurkaesalat-vor-30-jahren-am-opernhauskravall/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 14:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Gier &amp; Gerechtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[

Heute vor 30 Jahren am 30. Mai 1980 begann mit dem Opernhaus-Kravall die z&#252;rcher 80iger-Bewegung.
Praktischer Anlass war die Verteilung der Kulturgelder hin zur Jugendkultur, aber letztendlich ging es um eine Auflehnung der Individuen gegen den Staat, die Gemeinschaft, in der vor allem als b&#252;rgerliche Speisser empfundene M&#228;nner die Macht und das Sagen hatten. 
Einer der [...]]]></description>
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<p>Heute vor 30 Jahren am 30. Mai 1980 begann mit dem Opernhaus-Kravall die z&#252;rcher 80iger-Bewegung.<br />
Praktischer Anlass war die Verteilung der Kulturgelder hin zur Jugendkultur, aber letztendlich ging es um eine Auflehnung der Individuen gegen den Staat, die Gemeinschaft, in der vor allem als b&#252;rgerliche Speisser empfundene M&#228;nner die Macht und das Sagen hatten. </p>
<p>Einer der Leitzs&#228;tze der Z&#252;rcher Bewegung war der legend&#228;r gewordene Spruch: &#8220;Mached us em Staat Gurk&#228;salat&#8221;..hier die Herkunft, die ich an der aktuellen Foto-Ausstellung der Fotographin Olivia Heussler zu den Jugendunruhen wiederendeckt habe:</p>
<p>***************************<br />
<strong>Wir machen ein bisschen Sabotch</strong></p>
<p>Unsere Gelehrten, die Verkehrten<br />
sind offiziell die Geehrten<br />
sie erfinden tolle Sachen<br />
Erd&#8217; und Mensch kaputt zu machen</p>
<p>Ref:<br />
Ein bisschen Sabotch da<br />
ein bisschen dort<br />
Haupsache am richtigen Ort</p>
<p>Industrie-Bauer Walter Ritter<br />
Sperrt seine Tiere hinter Gitter<br />
W&#228;hrend sie sich in Schmerzen kr&#252;mmen<br />
tut er seine Kassen f&#252;llen</p>
<p>Wir sind zutiefst emp&#246;rt<br />
wie eine Baumafia das Quartier zerst&#246;rt<br />
Um zu sch&#252;tzen diese Vaganten<br />
schiesst die Polizei auf Demonstranten</p>
<p>Von rechts bis links sind wir betrogen<br />
Von Kirch&#8217; und Beh&#246;rden angelogen<br />
Darum macht doch aus diesem Staat<br />
einen doppelten Gurkensalat.</p>
<p>******************<br />
In den 80er Jahren galt unzweifelhaft noch das Primat der Politik &#252;ber die Wirtschaft. Die Politik war der entscheidende Machtfaktor. Dies ist huete - 30 Jahre danach - komplett anders. Es sind die Finanzm&#228;rkte, die strukturelle Gewalt aus&#252;ben. Aus wem w&#252;rde man also heute Gurkensalat machen wollen?</p>
<p>Ja - ich war und bin eine Bewegte und frage mich in Erinnerung an die Massenbewegung Z&#252;ri Br&#228;nnt mit 10&#8242;000er Demos &#252;ber 2 Jahre hinweg, wie wir heute die Leute zu ein wenig Sabotch bewegen k&#246;nnen. </p>

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		</item>
		<item>
		<title>Rote Null best&#228;tigt Rot-Gr&#252;ne-Finanzpolitik in der Stadt Z&#252;rich</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2010/02/11/rote-null-bestaetigt-rot-gruene-finanzpolitik-in-der-stadt-zuerich/</link>
		<comments>http://www.badran.ch/blog/2010/02/11/rote-null-bestaetigt-rot-gruene-finanzpolitik-in-der-stadt-zuerich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 16:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Steuer- und Finanzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[

Voila - da ist es. Die Best&#228;tigung, dass die rot-gr&#252;ne Finanzpolitik in der Stadt Z&#252;rich grundsolide ist.
F&#252;r das Jahr 2009 schreibt die Stadt Z&#252;rich eine rote Null (minus 6 Millionen) statt des 216-Millionen-Defizit, das budgetiert war.
Das zeigt durchaus Budgetdisziplin von Stadt- und Gemeinderat. Damit best&#228;tigt sich vor allem der massvolle Steuersenkungskurs von 3 % im [...]]]></description>
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<p>Voila - da ist es. Die Best&#228;tigung, dass die rot-gr&#252;ne Finanzpolitik in der Stadt Z&#252;rich grundsolide ist.</p>
<p>F&#252;r das Jahr 2009 schreibt die Stadt Z&#252;rich eine rote Null (minus 6 Millionen) statt des 216-Millionen-Defizit, das budgetiert war.</p>
<p>Das zeigt durchaus Budgetdisziplin von Stadt- und Gemeinderat. Damit best&#228;tigt sich vor allem der massvolle Steuersenkungskurs von 3 % im Jahr 2008 der SP. Die B&#252;rgerlichen wollten damals 7% senken, was in ein Defizit von heute rund 65 Millionen resultiert h&#228;tte. Die strategie, dass man zuerst Reserven bildet - also spart, Schulden abbaut und dann erst Steuern senkt hat sich in jeder Beziehung bew&#228;hrt.<br />
Ingesamt konnten die Steuern in den letzten 10 Jahren in der Stadt um 11% gesenkt werden, die Geb&#252;hren deutlich reduziert werden, hohe Investitionen get&#228;tigt und die Leistungen massiv ausgebaut werden. Eine stolze Leistung.</p>
<p>Die SP hat sich das Vertrauen in Sachen Finanzpolitik eindeutig vedient.<br />
Dies ganz im Gegensatz zum b&#252;rgerlichen Kanton, wo «vier Gewinnt» die Staatsfinanzen regelrecht heruntergewirtschaftet hat.  </p>
<p>Mehr dazu unter:<br />
http://www.badran.ch/blog/2009/10/08/rot-gruene-finanzpolitik-versus-buergerliche-wir-sind-sowas-von-besser/</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Die M&#228;r vom Rezept der Verdichtung</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2010/01/26/die-maer-vom-rezept-der-verdichtung/</link>
		<comments>http://www.badran.ch/blog/2010/01/26/die-maer-vom-rezept-der-verdichtung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 15:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Immobilienpolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.badran.ch/blog/?p=81</guid>
		<description><![CDATA[

In der hefetig gef&#252;hrten Wohn-resp. Bodenpolitik-Debatte wird von b&#252;rgerlicher Seite immer wieder das Rezept der Verdichtung aufgef&#252;hrt. Man m&#252;sse nur mehr Bauen - also das Angebot erh&#246;hen - dann w&#252;rden die Mieten billiger. 
Das Rezept der Vedichtung taugt jedoch in keiner Weise das Problem der massiv steigenden Mieten und Immobilienpreise in den Griff zu bekommen. [...]]]></description>
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<p>In der hefetig gef&#252;hrten Wohn-resp. Bodenpolitik-Debatte wird von b&#252;rgerlicher Seite immer wieder das Rezept der Verdichtung aufgef&#252;hrt. Man m&#252;sse nur mehr Bauen - also das Angebot erh&#246;hen - dann w&#252;rden die Mieten billiger. </p>
<p>Das Rezept der Vedichtung taugt jedoch in keiner Weise das Problem der massiv steigenden Mieten und Immobilienpreise in den Griff zu bekommen. </p>
<p>1. Die Stadt Z&#252;rich ist ein klassischer Anbietermarkt. Das heisst, die Anbieter von Wohnungen bestimmen die Preise. Verzichtet der Vermieter oder Verk&#228;ufer nicht freiwillig auf maximalen Gewinn, so wird der Preis auf das am Markt zu erzielende Maximum ausgerichtet. Weitet man das Angebot also aus, hat dies also keinen Einfluss auf die Preise. Dass Z&#252;rich ein Anbietermarkt ist und seit Jahrzenten eine &#220;bernachfrage mit einem andauernd tiefen Leerbestand (meist unter 0,5%) aufweist, wird von niemandem ernsthaft bestritten. </p>
<p>2. Ein h&#246;her und dichter Bauen hat nicht immer ein Mehr an Wohnungen zur Folge. Beim hohen Bauten hat es &#252;berpropotional viele Erschliessungsfl&#228;chen und der Abstand zwischen den H&#228;usern muss gr&#246;sser sein. Das f&#252;hrt also nicht unbedingt zu einer h&#246;heren Ausnutzung. Ebenso kann Verdichtung zu weniger Wohnungen f&#252;hren wenn gr&#246;ssere Wohnungen gebaut werden, die f&#252;r Personen genutzt werden, die wesentlich mehr Wohnfl&#228;che pro Person verbrauchen.</p>
<p>3. Verdichtung bringt zwar die Preise nicht nach unten, kann jedoch mehr Steuerzahler (Falls obiger Mechanismus nicht spielt) pro Quadratmeter Grundfl&#228;che bringen - immerhin. In Z&#252;rich ist der steuerertrag pro Quadratmeter Grundfl&#228;che im relativ dichten Kreis 4 am h&#246;chsten. </p>
<p>4. Verdichtung ist eine politisch heikle Sache. Alle sind zwar daf&#252;r - aber bloss nicht vor der eignen Haust&#252;re. Gerade von den Kreisen wie der FDP - wo Verdichtung am vehementesten gefordert wird, sind auch die meisten Klagen zu h&#246;ren. Der Bau der dichten Siedlung Ringling wird von einem FDP-Mitglied bek&#228;mpft. Der FDP-dominierte Quartierverein Wollishofen wehrt sich gegen die beiden T&#252;rme der Helvetia-Versicherung etc. usw. Und hand aufs Herz - w&#252;rde man einem ein Hochhaus vor das K&#252;chenfenster setzen wer, w&#252;rde sich da nicht wehren? gerade die eigent&#252;merInnen protestieren oft, da eine (finanzielle) Aufwertung durch Verdichtung z.B. durch einen Areal&#252;berbauungs-Bonus des Nachbargrundst&#252;cks immer mit einer Abwertung des eigenen einhergeht.<br />
F&#252;r viele ist Verdichtung auch immer ein Ausdruck von Ver&#228;nderung des Charakters unserer Stadt. Nicht umsonst laufen regelm&#228;ssig ganze Quartiere gegen Gross&#252;berbauungen regelrecht Sturm. Soclhe menschen, die den d&#246;rflichen Charakter von &#252;rich erhalten wollen, einfach als ewiggestrig abzutun ist v&#246;llig verfehlt. Soclhe Meinungen und Einstellungen sind schlicht zu respektieren. Erneuerung ist n&#228;mlich per se kein Wert.  </p>
<p>Fazit: Verdichtung hilft nicht gegen die steigenden Immobilien- und mietpreise, sondern hilft den eigent&#252;mern allenfalls zu mehr Rendite. Und Verdichtung ja - aber bitte nicht vor der eigenen Haust&#252;re.<br />
Verdichtung ist somit f&#252;r nichts ein Rezept. </p>

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		<title>Rot-Gr&#252;ne Finanzpolitik versus B&#252;rgerliche: wir sind sowas von besser.</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2009/10/08/rot-gruene-finanzpolitik-versus-buergerliche-wir-sind-sowas-von-besser/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 21:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Steuer- und Finanzpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaft und Finanzen]]></category>

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Ich k&#246;nnte mich ohne Ende aufregen dar&#252;ber, wie es die sogenannt B&#252;rgerlichen allen immer weismachen k&#246;nnen, sie h&#228;tten das mit den Staats-Finanzen im Griff und wenn Linke ans Ruder kommen, dann w&#252;rde alles den Bach runter gehen. Und das glauben dann die Leute auch noch!
Letzhin hat SVP-Fuhrhalter Giezendanner allen Ernstes im Sonntalk behauptet, es sei [...]]]></description>
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<p>Ich k&#246;nnte mich ohne Ende aufregen dar&#252;ber, wie es die sogenannt B&#252;rgerlichen allen immer weismachen k&#246;nnen, sie h&#228;tten das mit den Staats-Finanzen im Griff und wenn Linke ans Ruder kommen, dann w&#252;rde alles den Bach runter gehen. Und das glauben dann die Leute auch noch!<br />
Letzhin hat SVP-Fuhrhalter Giezendanner allen Ernstes im Sonntalk behauptet, es sei ein Finanz-Debakel wenn der Linke Jositsch in der Regierung w&#228;re; das w&#252;rde man ja sehen an den Finanzen der  Links-Gr&#252;nen Stadt Z&#252;rich.</p>
<p>Aber hallo?</p>
<p>Der Kanton Z&#252;rich - mit klar B&#252;rgerlicher Regierungs- und Parlamentsmehrheit schiebt seit Jahren ein strukturelles Defizit vor sich hin. Und dabei kriegen sie den mittelfristigen Ausgleich nicht hin. Noch schlimmer: sie kaschieren das Strukturdefizit in dem sie Volks-Verm&#246;gen - ihren Anteil an den Goldreserven der Nationalbank - in die laufende Rechnung stecken, um laufende Ausgaben zu finanzieren. Ein finanzpolitischer S&#252;ndenfall erster G&#252;te. Verm&#246;gen wandelt man in Verm&#246;gen um - und laufende Ausgaben zahlt man durch laufende Einnahmen - Basta. </p>
<p>Die Regierung bringt Sparprogramme und wenns ans Lebendige geht stoppen die B&#252;rgerlichen. Die gestrichene Handarbeit und der Religionsunterricht sowie die zu hohen Klassengr&#246;ssen, wurden flux - von den B&#252;rgerlichen selbst - wieder eingef&#252;hrt. Die Rationierungsdebatte im Gesundheitswesen will niemand f&#252;hren. Weniger Polizei liegt nicht drin. Bei der Bildung - doch lieber auch nicht. Daf&#252;r produziert man eine riesige Zinslast wegen dem Strukturdefizit. Hauptsache die Steuern sind tief. Sie prelaken von Sparen und meinen Aufwandreduktion. Denn Sparen heisst in guten Zeiten zur Seite legen, damit man in Schlechten hat. Und genau das tun sie nicht. Mit den mageren &#220;bersch&#252;ssen senkt man lieber Steuern, statt zu sparen.<br />
Nun k&#246;nnen sie nicht mal ihr Justizzentrum zahlen und die Hochschule f&#252;r K&#252;nste auch nicht; Leistungsausbau gabs auch nicht, und Kosten gesenkt wurde banal auf dem Buckel des Personals&#8230;das kann jeder. </p>
<p>Fazit: Die b&#252;rgerliche Mehrheit bestellt ein 4-Sterne-Programm, zahlt f&#252;r 3 Sterne und posaunt dann rum, ihre Leistung sei 5 Sterne Wert.<br />
Oder anders gesagt: keinen Plan haben sie.</p>
<p>So - und nun r&#228;umen wir mal auf mit dem Klischee!</p>
<p><strong>Die SP hat Z&#252;richs Stadtfinanzen im Griff: Spare in der Zeit - dann hast Du in der Not<br />
</strong><br />
Die SP hat daf&#252;r gesorgt, dass der Finanzhaushalt der Stadt Z&#252;rich <strong>von 1999 bis Ende 2007 durchwegs positive Ergebnisse</strong> verzeichnete. Diese &#220;bersch&#252;sse wurden buchst&#228;blich gespart, um f&#252;r schlechte Zeiten ger&#252;stet zu sein. Damit konnte <strong>ein riesiger Bilanzfehlbetrag von 1,5 Milliarden im Jahre 1998 abgebaut und ein Eigenkapital von fast einer Milliarde aufgebaut werden</strong>. Gleichzeitig konnten Staatsschulden von rund <strong>3 Milliarden Franken zur&#252;ckbezahlt und die Zinslast mehr als gedrittelt</strong> werden. Ebenso konnte ein grosser Teil der Schuld an die Pensionskasse um hunderte Millionen von Franken zur&#252;ckerstattet werden. Im Gegensatz zum b&#252;rgerlichen Kanton standen daf&#252;r keine 1,6 Milliarden Franken an Nationalbankgold zur Verf&#252;gung. </p>
<p>Die Investitionen wurden auf hohem Niveau gehalten, was dem Gewerbe j&#228;hrlich durchschnittlich 700 Millionen Franken brachte. Die Stadt konnte den Nachholbedarf vor allem bei den Schulh&#228;usern und Strassensanierungen aufholen, das Stadion Letzi aus eigener Kraft bauen, die Kinderbetreuungs-Angebote stark ausbauen, ebenso die Kulturangebote; f&#252;r 115 Millionen Franken Wohnbauaktionen durchf&#252;hren, sowie massive Investitionen in erneuerbare Energien, das Glasfasernetz und eine neue Tramlinie vorantreiben. Alle finanzrelevanten Abstimmungsvorlagen wurden mit hohem Mehr vom Volk angenommen.  Die Entl&#246;hnung des st&#228;dtischen Personals konnte sp&#252;rbar verbessert werden und – im Gegensatz zum Kanton – immer der volle Teuerungsausgleich gew&#228;hrt werden. </p>
<p>Dazu mussten noch steigende Soziallasten, sowie unentgoltene zentral&#246;rtliche Lasten getragen werden, Steuerausf&#228;lle von hunderten von Millionen durch die Abschaffung der Hand&#228;nderungssteuer und Unternehmenssteuerreformen verdaut werden, sowie im letzten Jahr ein finanzkrisenbedingter konjunktureller Einbruch der Steuereinnahmen von den Grossbanken. </p>
<p>Im gleichen Zeitraum konnten trotzdem die <strong>Steuern in drei Schritten um total 11 Prozentpunkte sowie die Geb&#252;hren in allen Bereichen gesenkt</strong> werden. Mit mehrmaligen Bonusaktionen unseres EWZ, wurden 60 Millionen Franken an die Einwohnenden zur&#252;ckerstattet. </p>
<p><strong>Links-Gr&#252;ne Stadt Z&#252;rich gewinnt finanzpolitisch gegen SVP-FDP-Kanton </strong><br />
Damit steht die Stadt Z&#252;rich finanziell – weltweit fast einzigartig – grundsolide da und ist mit einer dicken Eigenkapitaldecke ger&#252;stet f&#252;r die konjunkturell schlechten Zeiten. Sie muss deshalb keine krisenverst&#228;rkenden Aufwandsenkungen betreiben, sondern nimmt ihre konjunkturstabilisierende Kernaufgabe wahr.<br />
Bei diesem Leistungsausweis hat sich die SP das Vertrauen verdient, dass sie die Finanzen der Stadt Z&#252;rich bestens im Griff hat. </p>
<p>Das ganz im Gegensatz zu der FDP und der SVP des Kantons. Jawoll n&#228;mlich.</p>

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		<item>
		<title>Weichenstellung in der Immobilienpolitik - Wo-Wo-Wohnig&#228;</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2009/07/14/weichenstellung-in-der-immobilienpolitik-wo-wo-wohnigae/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 17:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Immobilienpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaft und Finanzen]]></category>

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Wo-Wo-Wonig&#228; - so skandierten wir Anfang der 90er-Jahre angesichts der Wohnungsnot in Z&#252;rich. 
Strukturwandel im Immobilienbereich
Heute ist es wieder so weit. Nur - heute ist alles anders.
W&#228;hrend in den fr&#252;hen 90er-Jahren die blanke Spekulation zuschlug, wo Kreti und Pleti mit Immobilienk&#228;ufen und Verk&#228;ufen haufenweise Geld verdienen wollten, brachte die Hochzinspolitik der Nationalbank die Blase zum [...]]]></description>
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<p><strong>Wo-Wo-Wonig&#228; </strong>- so skandierten wir Anfang der 90er-Jahre angesichts der Wohnungsnot in Z&#252;rich. </p>
<p><strong>Strukturwandel im Immobilienbereich</strong><br />
Heute ist es wieder so weit. Nur - heute ist alles anders.<br />
W&#228;hrend in den fr&#252;hen 90er-Jahren die blanke Spekulation zuschlug, wo Kreti und Pleti mit Immobilienk&#228;ufen und Verk&#228;ufen haufenweise Geld verdienen wollten, brachte die Hochzinspolitik der Nationalbank die Blase zum platzen. Der Bund f&#252;hrte unterdessen via Notrecht eine Sperre von Verk&#228;ufen ein - Haltedauer mindesten 5 Jahre.<br />
Seit dem Jahr 2000 hat sich jedoch der Immobiliensektor tiefgreifend strukturell ver&#228;ndert. Der Immobilienmarkt hat sich seither professionalisiert, institutionalisiert und globalisiert. Neue Akteure sind auf den Markt getreten (Immobilienfonds, b&#246;rsenkotierte Immobiliengesellschaften, Auslagerung von Immobilien in AGs z.B. Swisscom, SBB). Milliarden sind nach dem Crash 2001 und dem 2008 in den Sektor verschoben worden. Neue Rechnungslegungsvorschriften (Verkehrswert statt Anlagewert) setzen die Immobilienbesitzer wie Pensionskassen unter Rendite-Druck. Kurz - die Immobilie hat sich tiefgreifend von der Wertanlage zur Ertragsanlage gewandelt.</p>
<p>Auch auf Nachfragerseite hat sich die Situation strukturell gewandelt. Die seit den 90er-Jahren zunehmende Einkommensschere zeigt ihre Spuren. Immer mehr MieterInnen lasen sich finden, die ohne Weiteres 5&#8242;000.- Franken und mehr f&#252;r eine 4-Zimmerwohnung zahlen k&#246;nnen. Durch zahlungskr&#228;ftige Zuwanderung wird dies noch verst&#228;rkt. </p>
<p><strong>Horrende Preise</strong><br />
Folgen: Die Immobilienpreise steigen und steigen - mit ihnen die Mieten. In gewissen Quartieren Z&#252;richs haben sich die Mieten innert wenigen Jahren verdoppelt. Gift f&#252;r die Wirtschaft und das Zusammenleben in den bisher durchmischten Quartieren.<br />
Die Situation ist derart schlimm, dass sagar der b&#252;rgerlich w&#228;hlende Mittelstand auf die Strasse geht. Auch das ein deutlicher Unterschied zu den 90ern. </p>
<p><strong>Fertig Schluss.</strong><br />
Dass eine Hochzinspolitik (7%) diesem Treiben ein Ende setzt, ist sehr unwahrscheinlich. Zu hoch ist, im Gegensatz zu den 90ern, die Verschuldung. Der Staat ist zudem daran interesiert mit Inflation seine nominellen Schulden wegschmelzen zu sehen und die Konjunktur soll durch hohe Zinsen nicht abgew&#252;rgt werden.<br />
Deshalb muss radikal gehandelt werden, weil zuwarten nichts bringt. Die einfachste Methode ist dabei, die Immobilien (oder das Produktionsmittel Boden) an sich zu nehmen und der Spekulation und den renditetreibenden Sachzw&#228;ngen zu entziehen. Echte Kostenmiete ist das Vern&#252;nftigste, was es zu Bodenpolitik zu sagen gibt.<br />
Deshalb habe ich im Gemeinderat ein Vorstosspaket eingereicht, das einerseits die gemeinn&#252;tzigen Genossenschaften st&#228;rkt und die &#8220;Stiftung zur Erhaltung von preisg&#252;nstigem Wohn- und Gewerberaum&#8221; (PWG) wieder marktf&#228;hig (denn sie kann heute bei diesen Preisen nicht mehr mithalten auf dem Markt) und expansionsf&#228;hig macht. 1990 wurde vom Stimmvolk der Stadt Z&#252;rich ein Kredit von 100 Millionen Franken gesprochen f&#252;r Abschreibungen auf zu teuer erworbenen Immobilien durch die Stadt. Von diesen sind 70 Millionen Franken noch nicht gebraucht. Diese Abschreibungsbeitr&#228;ge sollen tranchenweise der PWG zur Verf&#252;gung gestellt werden, um gezielt neu gekaufte Immobilien zu verbilligen. Zudem soll die PWG Anlaufstelle werden f&#252;r Personen, die ihr Mehrfamilienhaus, in dem sie zur Miete sind, selber kaufen wollen. Diese Personen sollen fachliche Beratung erhalten und Teil- oder Vollfinanzierung durch die PWG. Zudem sollen Ertr&#228;ge aus Landverk&#228;ufen ausserhalb der Stadt (innerhalb verkaufen wir nicht) der PWG zur Erh&#246;hung des Stiftungskapitals zufliessen. </p>
<p>Je l&#228;nger wir warten, desto irreversibler wird dieser unertr&#228;gliche Prozess der Verteuerung unseres Wohnraums.<br />
Auch wenn wir so keine Trendwende hinkriegen - retten wir noch was zu retten ist. </p>
<p>Hier mein <strong>Vorstosspaket</strong>:<br />
<a href='http://www.badran.ch/blog/wp-content/uploads-www.badran.ch//2009/09/sp-wohnpolitik-vorstosspaket_09-07-08.pdf' target="_blank">sp-wohnpolitik-vorstosspaket_09-07-08</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Alles nach Schwyz oder was? Tschau Herr M&#252;ller!</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2009/02/10/alles-nach-schwyz-oder-was-tschau-herr-mueller/</link>
		<comments>http://www.badran.ch/blog/2009/02/10/alles-nach-schwyz-oder-was-tschau-herr-mueller/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 15:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gier &amp; Gerechtigkeit]]></category>

		<category><![CDATA[Steuer- und Finanzpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaft und Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Endlich ein richtiges Zeichen! Nach vielen Jahren und so vielen knapp verlorenen Abstimmungen, in denen die Verm&#246;genden beg&#252;nstigt wurden.
Im Vorfeld der Abstimmung &#252;ber die Abschaffung der Pauschalbesteuerung f&#252;r reiche Ausl&#228;nderInnen mussten wir uns so einige Droh-Szenarien anh&#246;ren.
Theo M&#252;ller, Chef des Milchkonzerns mit der nervigsten Werbung der letzten 10 Jahre «alles M&#252;ller oder was?» drohte, er [...]]]></description>
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<p>Endlich ein richtiges Zeichen! Nach vielen Jahren und so vielen knapp verlorenen Abstimmungen, in denen die Verm&#246;genden beg&#252;nstigt wurden.</p>
<p>Im Vorfeld der Abstimmung &#252;ber die Abschaffung der Pauschalbesteuerung f&#252;r reiche Ausl&#228;nderInnen mussten wir uns so einige Droh-Szenarien anh&#246;ren.<br />
Theo M&#252;ller, Chef des Milchkonzerns mit der nervigsten Werbung der letzten 10 Jahre «alles M&#252;ller oder was?» drohte, er w&#252;rde in den Kanton Schwyz ziehen. B&#252;rgerliche Politiker drohten im Vorfeld wie im Nachgang, die Supperreichen w&#252;rden den Kanton welchseln oder gar die Schweiz nach Monaco verlassen und wir m&#252;ssten mit gravierenden Steuerausf&#228;llen rechnen. </p>
<p>Ich freue mich ausserordentlich, dass die Stimmb&#252;rgerrinnen und Stimmb&#252;rger sich f&#252;r einmal nicht durch die Droh-Szenarien der Abwanderung von den Superreichen haben beirren lassen. </p>
<p>Denn das ist nat&#252;rlich alles Bl&#246;dsinn - aber wirklich.<br />
Sollen sie doch gehen! Herr Theo M&#252;ller, wohnhaft in Erlenbach, kann k&#252;nftig nach Besuch des Opernhauses und der Kronenhalle gerne noch ein St&#252;ndchen nach Obwalden oder Schwyzer Pfn&#252;selk&#252;ste fahren. Er macht damit eine Villa frei, f&#252;r die hundert andere Supperreiche, die normal Steuern zahlen, bereits anstehen. Der limitierende Faktor f&#252;r die Ansiedlung von reichen Personen ist n&#228;mlich die schlechte Verf&#252;gbarkeit von angemssenen Immobilien und nicht der Steuertarif. Der ist - auch ohne Pauschalierung - g&#252;nstiger gegen&#252;ber dem Ausland. </p>
<p>Sollen sie doch gehen - nach Monaco - wenn sie dort &#252;berhaupt eine Wohnung bekommen. Es stehen neue da, die dankbar sind im wundersch&#246;nen Kanton Z&#252;rich zu sein, kurze Wege und zentrumsn&#228;he sch&#228;tzen und daf&#252;r auch gerne angemessen Steuern zahlen wollen.</p>
<p>Nicht wir m&#252;ssen dankbar sein, dass die Superreichen hier her ziehen - nein - sie m&#252;ssen dankbar sein f&#252;r die hervorragende Infrastruktur an die sie bisher nichts zahlten, den wunderbaren See, die beispiellose Verkehrsanbindung und die Tatsache, das sie hier ohne Bodyguards und Paparazzifrei durch den Alltag gehen k&#246;nnen. </p>
<p>Es ist l&#228;ngst Zeit, dass dieses Dankbarkeitsritual umgekehrt wird. Es ist sehr gut, dass das die Menschen im Kanton Z&#252;rich erkannt haben.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Dringendes Ja zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung</title>
		<link>http://www.badran.ch/blog/2009/01/22/dringendes-ja-zur-abschaffung-der-pauschalbesteuerung/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 08:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gier &amp; Gerechtigkeit]]></category>

		<category><![CDATA[Steuer- und Finanzpolitik]]></category>

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Am 8. Februar 2009 stimmen wir ab zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Z&#252;rich:
Nebst der Umwelt- und Naturzerst&#246;rung ist die ungleiche Verteilung von &#246;konomischen G&#252;tern und Chancen das gravierendste Problem, das politisch zu l&#246;sen ist. Die globale massive soziale Ungleichheit f&#252;hrt zu mannigfachen Folgeproblemen wie Bev&#246;lkerungswachstum, Migrationsstr&#246;me sowie verminderte Sicherheit in Form von sozialen Unruhen [...]]]></description>
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<p>Am 8. Februar 2009 stimmen wir ab zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Z&#252;rich:</p>
<p>Nebst der Umwelt- und Naturzerst&#246;rung ist die ungleiche Verteilung von &#246;konomischen G&#252;tern und Chancen das gravierendste Problem, das politisch zu l&#246;sen ist. Die globale massive soziale Ungleichheit f&#252;hrt zu mannigfachen Folgeproblemen wie Bev&#246;lkerungswachstum, Migrationsstr&#246;me sowie verminderte Sicherheit in Form von sozialen Unruhen verschiedener Auspr&#228;gung.</p>
<p>Die Schweiz hat hier eine besondere Rolle, denn sie wird zunehmend als sicherer Hafen f&#252;r die Superreichen dieser Welt genutzt. Monaco ist &#252;berf&#252;llt, in London und Manhatten sind die Immobilienpreise horrend, Moskau und Rio sind zu unsicher, in Berlin und Paris die Steuern zu hoch. Die herausragende Rolle der Schweiz als Mekka der Reichen wird beg&#252;nstigt durch die tiefen Steuern, das enorm hohe Sicherheitsniveau, die stabile W&#228;hrung, die Spitzen-Infrastruktur und - Bildungssystem, sowie die unvergleichlich hohe Lebensqualit&#228;t und zentrale Lage mit guter Erreichbarkeit.</p>
<p>Ein kleiner Baustein dieser Attraktivit&#228;t ist die M&#246;glichkeit der Pauschalbesteuerung in vielen Kantonen. Demnach werden nat&#252;rliche Personen aus dem Ausland mit Niederlassung in der Schweiz, die in der Schweiz kein Einkommen erzielen, nach Aufwand und nicht nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsf&#228;higkeit besteuert. Ber&#252;hmte Beispiele sind Viktor Wechselberg, der hintenrum via Optionen Schweizer Industrieunternehmen wie Sulzer aufkauft, Herr M&#252;ller von „alles M&#252;ller oder was?“, der Ikea-Besitzer und viele Gr&#246;ssen aus dem Sport wie Michael Schumacher oder Boris Becker.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, sie w&#252;rden in K&#252;snacht leben und w&#228;ren mehrfacher Million&#228;r. Sie w&#252;rden pro Jahr ungef&#228;hr 1 Million Einkommens- und Verm&#246;genssteuer bezahlen. Ihr Nachbar w&#228;re ein russischer Milliard&#228;r, der 50 mal reicher ist als sie, aber die H&#228;lfte Steuern bezahlt; der pauschalbesteuert 500&#8242;000.- Franken zahlt, aufgrund des 5-fachen Mietwertes seiner Im-mobilie. F&#228;nden sie dies gerecht? Die Pauschalbesteuerung diskriminiert auf krasse Weise (f&#252;r einmal) die Inl&#228;nder. </p>
<p>Wieso sollte ein Ausl&#228;nder mit Steuersitz in der Schweiz nicht gleich besteuert werden, wie alle anderen? K&#228;men bei einer Abschaffung weniger Verm&#246;gende aus dem Ausland in die Schweiz oder w&#252;rden abwandern und brauchen wir, um generell mehr Steuersubstrat zu generieren, diese Ungleichbehandlung? (Wir generieren rund l&#228;cherliche 6 Millionen Franken j&#228;hrlich von den rund 100 Pauschalbesteuerten im Kanton Z&#252;rich.). Wohl kaum. Auch bei einer normalen Besteuerung nach Leistungsf&#228;higkeit fahren die meisten Ausl&#228;nder besser, somit ist es f&#252;r diese nur ein angenehmer Mitnahmeeffekt. Zudem haben gerade Zuz&#252;ger f&#252;r die weltweit einmalige Infrastruktur, f&#252;r die sie bisher nichts beigesteuert haben, zu zahlen. Und sollte doch der eine oder andere wegbleiben, mag dies ein einzelnes Dorf treffen, jedoch ist der Verlust f&#252;r Kanton und gar die Schweiz absolut unbedeutend. Im Gegenteil, die Superreichen treiben uns nachweislich die Immobilienpreise und damit auch die Mieten in die H&#246;he, wie das Beispiel des Kantons Zug eindr&#252;cklich zeigt. Volkswirtschaftlich gesehen f&#252;r die Normalverdienenden ist die Pauschalbesteuerung also ein Minusgesch&#228;ft. </p>
<p>Der wichtigste Grund gegen die Pauschalbesteuerung zu sein ist jedoch die Verantwortung. Wir als Gemeinschaft tragen eine Mit-Verantwortung f&#252;r die global deutlich zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit; diese mit dem Instrument der Pauschalbesteuerung noch zu be-g&#252;nstigen, ist nicht verantwortbar.</p>
<p>weitere Informationen unter:<br />
www.pauschalbesteuert.ch</p>

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		<title>Ja zur Erweiterung der Personenfreiz&#252;gigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 08:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jacqueline Badran</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Finanzen]]></category>

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Am 8. Februar 2009 stimmen wir ab &#252;ber die Erweiterung der Personenfreiz&#252;gigkeit:
Einige Grunds&#228;tzliche Bemerkungen vorweg:
1. Ich bin und bleibe eine EU-Skeptikerin. Trotz aller Anerkennung der immensen Leistungen f&#252;r den Frieden durch die Staatengemeinschaft Europas, ist mir die EU zu gross, zu b&#252;rokratisch und vor allem zu undemokratisch. Ich bin nach wie vor Anh&#228;ngerin der Philosophie [...]]]></description>
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<p>Am 8. Februar 2009 stimmen wir ab &#252;ber die Erweiterung der Personenfreiz&#252;gigkeit:</p>
<p>Einige Grunds&#228;tzliche Bemerkungen vorweg:</p>
<p>1. Ich bin und bleibe eine EU-Skeptikerin. Trotz aller Anerkennung der immensen Leistungen f&#252;r den Frieden durch die Staatengemeinschaft Europas, ist mir die EU zu gross, zu b&#252;rokratisch und vor allem zu undemokratisch. Ich bin nach wie vor Anh&#228;ngerin der Philosophie &#8220;small is beautiful&#8221;. Kleinr&#228;umige, &#252;berschaubare und erlebbare institutionelle Organisationsstrukturen sind in jeder Beziehung deutlich &#252;berlegen. Mit genau so einem Systen hat die Schweiz vermutlich mehr Einfluss ausserhalb der EU als innerhalb. Und letztendlich w&#228;re es sachlogischer, die EU w&#252;rde der Schweiz beitreten und nicht umgekehrt. Aber dazu ein ander Mal.</p>
<p>2. Vor allem in meiner Jugend konnte ich nicht verstehen wieso es Grenzen gibt. Freie Menschen in einer freien Welt, die sich jenseits von Landesgrenzen frei bewegen k&#246;nnen war ein anzustrebender Zustand. Heute sehe ich das differenzierter. Auch wenn man von diesem Anspruch nicht wirklich abweichen kann, hinterlassen die Gr&#252;nde der unfreiwilligen Migration einen bitterb&#246;sen Nachgeschmack, sind sie doch haupts&#228;chlich auf das unertr&#228;gliche monet&#228;re Reichtumsgef&#228;lle auf dieser Welt zur&#252;ckzuf&#252;hren. Alle m&#252;ssen und wollen zum Futtertrog. Ich bin aber dezidiert der Meinung, dass Reichtum und Chancen verteilt werden m&#252;ssten und somit verschoben werden, nicht die Menschen. </p>
<p><strong>Trotz dieser grunds&#228;tzlichen &#220;berlegungen stehe ich f&#252;r die Personenfrei&#252;gigkeit ein.</strong><br />
Zu gross sind die Vorteile f&#252;r alle im Vergleich zu den Nachteilen und grunds&#228;tzlichen Bedenken, auch wenn wir in einer leicht erpressten Situation sind. Lassen wir den Markt entscheiden &#252;ber die Zuwanderung - zumindest aus EU Staaten. Lassen wir die ArbeitneherInnen zu den Arbeitspl&#228;tzen wandern. Immerhin schafft die EU auf der anderen Seite einen nachweislich starken Wohlstands-Ausgleich zwischen den einzelnen L&#228;ndern. Und immerhin haben wir einigermassen griffige flankierende Massnahmen um Lohndumping zu verhindern, die es aber gut zu beobachten gilt.<br />
Tun wir es nicht riskiieren wir s&#228;mtliche (wirtschaftlichen) positiven Errungenschaften aus den Bilateralen Vertr&#228;gen. Ich selber mit meinem KMU k&#246;nnte dann nicht mehr an EU-Ausschreibungen teilnehmen und h&#228;tte es vermutlich schwerer zu Auftr&#228;gen aus Deutschland zu kommen, also meine Dienstleitungen zu exportieren. </p>
<p><strong>Befremdliche Haltung der SVP</strong><br />
Besonders befremdend finde ich die Haltung der SVP. Ausgerechnet diejenige Partei, die sonst grenzenloses Vertrauen in die marktwirschaftliche Privatwirtschaft propagiert, schreit nach planwirtschaftlicher Kontrolle. Der Bund, die Kantone, die Beh&#246;rden sollen entscheiden wieviele und welche ArbeitnehmerInnen kommen sollen, nicht der Markt. Wie widerspr&#252;chlich und inkonsequent kann man sein ohne das es gemerkt wird?</p>
<p>mehr Informationen und Meinungen: www.bila-blog.ch<br />
<a href='http://www.badran.ch/blog/wp-content/uploads-www.badran.ch//2009/01/bila-blog.png'><img src="http://www.badran.ch/blog/wp-content/uploads-www.badran.ch//2009/01/bila-blog.png" alt="" title="bila-blog" width="200" height="125" class="alignnone size-full wp-image-74" /></a></p>

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