Geboren wurde ich in Australien, wohin mein Vater in den 20er Jahren aus dem Libanon migriert war und ein Unternehmen in der Textilbranche aufgebaut hatte. Als Fünfjährige zog ich mit meinen Eltern und meiner Schwester nach Zürich um. Seither lebe und arbeite ich in der Stadt Zürich, die ich liebe.
Nach Primarschule und Gymnasium an der Hohen Promenade (Matura Typus B, 1980) verbrachte ich zwei Zwischenjahre mit Reisen, der Teilnahme an internationalen Basketball-Turnieren, Arbeit auf einer australischen Pferdefarm, Skischule geben und machte das Skilehrerinnenpatent.
Da mich die Funktionsweise des Lebens schon jeher fasziniert hatte, und ich eigenartigerweise in der Schule regelrecht traurig war, wenn Biologie oder Turnstunden ausfielen, studierte ich Biologie (Vertiefung Neurobiologie und Verhaltensforschung) an der Universität Zürich (dipl.phil.II). Während des Studiums habe ich mich intensiv mit Umweltschutzthemen auseinandergesetzt und mein diesbezügliches Fachwissen vertieft.
Nach einigen Jahren im Beruf entschied ich mich definitiv, Politik zu machen. Dazu wollte ich verstehen, wie unser Wirtschafts- und Rechtssystem funktioniert. Insbesondere beschäftigte mich die Frage: Wie kann man die Welt gerechter machen?
Als Biologin fragte ich mich zudem, weshalb in der Ökonomie ein Wachstumszwang besteht, da jede Biologin weiss, dass jedes Wachstum grundsätzlich limitiert ist. Na ja – und es störte mich ungemein, dass ich den Wirtschaftsteil der NZZ nie verstand.
Diese Überlegungen führten mich nach St. Gallen – denn Gerechtigkeit fängt mit den ökonomischen, rechtlichen und politischen Verhältnissen an. Dort begann ich 1994 an der Universität Ökonomie und Staatswissenschaften (je ein Drittel Politologie, Ökonomie, Recht, lic.rer.publ.HSG) zu studieren. Nach dem Grundstudium in Ökonomie befasste ich mich in der Vertiefung „Internationale Beziehungen“ intensiv mit den verschiedenen Politikbereichen, der Erfindung politischer Ideen, der Volkswirtschaftslehre, dem Staats- und Verwaltungsrecht, dem Völker- und Europarecht sowie dem Recht internationaler Organisationen (v.a. WTO, UNO). Zudem setzte ich mich intensiv mit Umweltökonomie auseinander und engagierte mich an der HSG in der umweltökonomischen Studenteninitiative OIKOS.
Zwischen meinen beiden Studien arbeitete ich einige Jahre in einem wildbiologisch orientierten Ökobüro im Naturschutz (u.a. Wiederansiedlungsprojekt des Luchses in der Schweiz). Parallel dazu hatte ich eine 20%-Anstellung in der Zürich-Leben (vormals VITA) als Beraterin für Spezialverträge im BVG. Dort lernte ich unser Sozialversicherungssystem und einen typischen Grosskonzern und dessen Wandel über mehrere Jahre kennen.
Nach meinem Staatswissenschaftsstudium wollte ich die Verwaltung von innen heraus kennenlernen. Dazu arbeitete ich im Kanton St. Gallen in der Wirtschaftsförderung, wo ich Ansiedlungsgeschäfte von internationalen Firmen und Start-Ups betreut habe, Regionalpolitik und den Aufbau des neuen Vollzugs des Investitionshilfegesetzt (IHG) geleitet habe, parlamentarische Vorstösse bearbeitet und Reden für die Volkswirtschaftsdirektorin geschrieben habe.
Bald zog es mich zurück in meine liebste Stadt Zürich und ich nahm eine Stelle bei der Finanzverwaltung des Kantons Zürich an, wo ich ein kantonsweites Verwaltungscontrolling mit aufgebaut und implementiert habe. Ausserdem arbeitete ich dort an der kantonsweiten Budgetierung mit, beantwortete parlamentarische Vorstösse, schrieb Reden für den Finanzdirektor und durfte die Anfänge eines Legislativprozesses begleiten.
Aus meinem Engagement sowohl an der HSG bei START als auch in der Wirtschaftsförderung heraus war ich fasziniert von der Idee eines Start-Ups – und wollte schon lange eine eigene Firma gründen. Vor allem auch, um zu beweisen, dass man dies auch anders tun kann als unter den geltenden betriebswirtschaftlichen Regeln.
Im Herbst 2000 – mitten in das Zerplatzen des Internet-Hyps mit rezessiven Folgen – gründete ich mit zwei Partnern die Firma Zeix AG, die benutzerfreundliche Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine entwickelt (vor allem für Web-Anwendungen) und Bedienungsanleitungen für komplexe neue Technologien herstellt. Nach vielen schweren Jahren sind wir heute immer noch ein wachsendes Unternehmen mit mittlerweile 22 Mitarbeitenden (Stand August 2007).
Als junge Frau wurde ich einerseits durch die 80er-Jahre-Bewegung stark politisiert, andererseits durch die Umweltbewegung, die sich durch das Werk «Grenzen des Wachstums» des Club of Rome in den 70er-Jahren gebildet hatte. Meine erste politische Aktivität war die Unterschriftensammlung für die erste Anti-AKW-Initiative. Auch während meines Biologiestudiums befasste ich mich weiterhin stark mit Umwelt- und Naturschutzthemen.
1991 trat ich der SP bei. Die SP hatte ich gewählt, da für mich die Gerechtigkeit in all ihren Facetten das wichtigste Thema überhaupt ist. Ich glaubte damals wie auch heute «Grün» müsse überall sein und nur eine starke Partei wie die SP könne den nötigen ökologischen Umbau vorantreiben.
Nach mehreren Jahren Arbeit im Sektionsvorstand (Sektion Zürich 7) wurde ich 2002 in den Gemeinderat von Zürich gewählt, wo ich acht Jahre Mitglied der Rechnungsprüfungskommission war und seit 2011 Mitglied der Stadtentwicklungskommission bin. Viele Jahre war ich auch aktiv im kantonalen Parteivorstand und war Präsidentin der kantonalen SP-Umweltkommission.
Seit 2010 bin ich im Vorstand des deutschschweizer Mieterverbandes (SMVD).
Meine politischen Schwerpunkte sind entsprechend meinem Erfahrungs- und Wissenshintergrund die Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Boden- und Immobilienpolitik sowie die Umwelt- und Naturschutzpolitik.
Basketball, Bridgespielen und alle Sportarten mit Ball, Bällchen oder mit Fahrtwind (Skifahren, Wakeborden, Velofahren und so…), Film.
Garantiert unbestechlich, unabhängig, ungepierct, untätowiert,
unbeschmuckt und ungeschminkt,
dafür
garantiert bestiefelt, ehrlich,
gradlinig und bisweilen ein wenig besserwisserisch ;-)

